Teebaumöl als Antizeckenmittel

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Teebaumöl

Teebaumöl als Antizeckenmittel ist vielleicht nicht allzu bekannt. Zur Alternativen Behandlung von Hautkrankheiten und zur Desinfektion verwendet man Teebaumöl. 1770 brachte Kapitän James Cook die Blätter des Teebaums von Australien mit nach Europa. Aus diesen Blättern soll er Tee gekocht haben und daher hat der Baum seinen Namen erhalten.

Auf jeden Fall soll man Rücksprache mit seinem Arzt halten, da Teebaumöl schon in kleinen Dosen giftig sein kann. Vor allem ist es schädlich für Menschen die gesundheitliche Probleme haben oder sowieso schon Medikamente nehmen müssen. Katzen dürfen überhaupt nicht mit Teebaumöl in Berührung kommen da es für sie giftig ist. Bei Hunden birgt es ebenfalls gewisse Gefahren.

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Wirkung

Da Teebaumöl eine starke antimikrobielle Wirkung hat, tötet es Bakterien, Viren und Pilze ab. Die antiseptische Wirkung wird entfaltet durch die Beschädigung und Störung der Mikroben Zellwände. 1925 entdeckte man, dass es zur Desinfektion im Mundraum verwendet werden kann.

Teebaumöl wirkt gegen:

  • Hühneraugen
  • Fußgeruch
  • Akne & unreine Haut
  • Schuppen
  • Krampfadern
  • Juckende Kopfhaut
  • Zahnstein
  • Neurodermitis
  • Flöhe
  • Milben
  • Läuse
  • Zecken

Weiterhin soll Teebaumöl durch seine beruhigende Wirkung Anspannung, Stress und Unruhe lindern.

Wirkung gegen Zecken

Das unverdünnte Teebaumöl ist nicht nur ein Zecken abweisendes Mittel (Repellent), sondern wirkt auch als Akarizid.

Vorsicht! Teebaumöl kann Hunde und Katzen krank machen.

Nebenwirkungen

Da Teebaumöl beim Verschlucken schwere innerliche Anwendungen hervorrufen kann, darf es niemals verschluckt werden. Sollte es doch einmal der Fall sein, dann sofort einen Arzt aufsuchen. Es können Schäden an der Lunge entstehen.

Symptome nach Verschlucken:

  • Schwindel
  • Durchfall
  • Halluzinationen
  • Koma

Vor der Anwendung auf der Haut sollte man einen Verträglichkeitstest durchführen. Einfach auf einer unempfindlichen Hautstelle ein wenig des verdünnten Öls auftragen und genau beobachten was in den nächsten 30 Minuten passiert. Es ist wichtig, das Teebaumöl nur stark verdünnt anzuwenden. Rund 3% aller Menschen weisen Kontaktallergien bei Teebaumöl auf. Die Gefahr ist noch größer je älter das Öl ist. Deshalb wenn möglich lieber frisches Öl benutzen.

Teebaumöl gegen Zecken

Wenn man das Teebaumöl stark verdünnt, kann man daraus ein Insektenspray selber machen. Achten Sie darauf, dass es niemals unverdünnt großflächig auf die Haut kommt. Das selbst gemachte Anti-Zeckenspray kann auch als Universalreiniger benutzt werden.
Haben Sie einen Verträglichkeitstest durchgeführt dann können Sie Teebaumöl nach einem Zeckenbiss benutzen um die Stelle zu desinfizieren. Geben Sie dazu ein bis zwei Tropfen von dem Öl auf ein sauberes Wattepad oder Tuch und tupfen die Bissstelle damit ab.

Verdünnte man das Teebaumöl dann kann man ein Anti-Zeckenspray selbst herstellen und sich und seine Kleidung damit einsprühen. Verwenden Sie es nicht um den Mund herum, bzw. im Gesicht und vermeiden Sie ein verschlucken.

Teebaumöl bei Katzen

Dieses Öl ist bei Katzen hochgiftig und darf auch nicht als Spray in ihr Fell gelangen. Denn so können Teile des Öls über die Haut in den Körper eindringen. In dem Öl sind unter anderem Terpene und Phenole enthalten. Das sind Inhaltsstoffe, die die Katzen nicht verarbeiten können. Diese Verbindungen werden im Katzenkörper nur sehr langsam abgebaut. Haben diese Stoffe sich angesammelt dann kommt es zu einer Vergiftung. Daher ist die Anwendung bei Katzen nicht möglich.

Sind Katzen im Haushalt dann sollte mach auch die Hunde damit nicht behandeln, da Katzen über das Sozialputzen mit dem Öl in Kontakt kommen können. Auch für Hunde ist das Öl nicht gerade die beste Wahl.

Anwendung bei Hunden und Pferden

Die Anwendung von Teebaumöl ist auch bei Hunden und Pferden gefährlich. Es sind nicht nur allergische Reaktionen möglich sondern auch schwere Vergiftungen. Setzen Sie es niemals unverdünnt oder innerlich ein.

Zur Zeckenvorbeugung können Sie ihrem Hund ein bis zwei Tropfen ins Genick geben. Das ist so wie bei der herkömmlichen Behandlung mit Spot-ons wie zum Beispiel Frontline. Reagiert der Hund nicht allergisch auf Teebaumöl, dann kann auch der Zeckenbiss mit Teebaumöl behandelt werden, aber auch nur da wo er es sich nicht ablecken kann.

Würde das Tier das Öl verschlucken, kann es zu folgenden Symptomen kommen:

  • Speicheln
  • Erbrechen
  • Unruhe
  • Taumeln
  • Muskelzittern

Sehen Sie auch hier von der Anwendung ab und schauen sich nach ungefährlicheren Alternativen um. Zum Beispiel gibt es viele ätherische Öle die gegen Zecken wirken. Sollten Sie es unbedingt ausprobieren wollen, dann nur sehr stark verdünnt und für kurze Zeit.
Schütteln Sie es gut vor dem Gebrauch. Bedenken Sie, dass auch hier hormonelle Störungen auftreten können. Trächtige Tiere sollen auf keinen Fall auch nur mit Teebaumöl in Kontakt kommen.

Aufbewahrung

Lagern Sie Teebaumöl luftdicht und vor Licht geschützt. Überschreiten Sie nicht die Temperatur von 25°C, da es sonst schnell an Qualität verliert.

Vorteile

  • Wirkt gegen Zecken
  • Anti-Zeckenspray kann selbst hergestellt werden wenn keine Kontaktallergie besteht
  • Zur Desinfektion des Zeckenstichs

Nachteile

  • Ist zwar ein natürliches Produkt aber mit zu vielen Nebenwirkungen
  • Kann Einfluss auf das Hormonsystem des Körpers nehmen
  • Für Mensch und Tier ist das Verschlucken eine große Gesundheitsgefahr

Bewahren Sie das Teebaumöl daher immer unzugänglich für Kinder und Haustiere auf. Es beginnt schnell zu oxidieren wenn es nicht gut aufbewahrt wird.

Fazit

  • Mit großer Vorsicht zu benutzen, auch wenn es gegen Zecken hilft
  • Die Desinfektion von Bissstellen kann man auch mit Alkoholpads als Alternative behandeln
  • Eine regelmäßiges anwenden des Insektensprays auf der Haut kann auch problematisch werden
  • Besprüht man seine Kleidung, läuft man Gefahr damit anderen Menschen oder Tieren zu schaden
  • Versuchen Sie alternativen zu verwenden wie zum Beispiel Palmarosaöl, Schwarzkümmelöl, Rosengeranienöl, ätherisches Öl wie die des Zitroneneukalyptus oder das bedenkenlose Kokosöl.

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